Gastbeitrag: Unterschiedliche Objektive in Wansview IP WLAN Kameras verwenden

Gastbeitrag Wansview bild3Der ein oder andere Blog-Leser mit einer Wansview-IP WLAN Kamera, z.B. die Wansview NC 536 MW (-> Erfahrungsbericht) oder die Wansview 532 (Kaufen bei amazon.de Wansview Überwachungskamera NCH-532)
benötigt möglicherweise ein anderes Objektiv für seine Kamera. Eine Beschreibung über die unterschiedlichen Brennweiten hat Blog-Leser Leonardus zusammengefasst. Hier ist seine Beschreibung, Kommentare sind wie immer willkommen. Danke nochmals an Leonardus für den informativen Beitrag!

Unterschiede bei den Objektiven: Warum bei uns eine 4 mm Linse nicht gleich 4 mm Linse ist.
Ich habe diese kleine Abhandlung ohne große physikalische Ansprüche gemacht. Die deutsche Sprache ist nicht meine Muttersprache, also bitte nicht über grammatikalische Ausdrücke wundern!
Seit geraumer Zeit sind wir jetzt auf der Suche nach geeigneten Linsensystemen für unsere IP-Kameras. Zufrieden sind wir alle nicht, deshalb habe ich mich mal Gedanken über das Warum gemacht.
Klar ist, dass wir mit unsere 2,8 mm über 4 mm bis zu 8 mm Objektiven NICHT mit den üblichen optische Linsen von damals zu tun haben.
Die Zahlen 2,8 mm bis 8 mm stehen für den FOCUS. Wenn wir unser Schulwissen auffrischen erkennen wir, dass hiermit gemeint ist:
Ein Objekt in ? Abstand wird genau im Focus als ein Punkt abgebildet. Sprich bei einer 35 mm Linse (wie bei einer Kleinbildkamera) wird dieses Objekt in 35 mm Abstand abgebildet. Dazu gibt es noch viel mehr zu schreiben, aber lassen wir es dabei und betrachten jetzt eine 4 mm Linse (f=4 mm).
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Bei einer 4 mm Linse wurde ein Objekt auf ? Abstand ca. 4 mm hinter unsere Linse abgebildet. Das ist aber nicht so, denn wir haben es hier mit einem CS-Mount zu tun. CS-Mount bedeutet 12,5 mm Abstand zwischen Flansch des Objektivgewindes und Bildebene (Bildsensor) wo das Bild scharf abgebildet wird. Hiermit ist klar, dass ein sehr komplexes Linsensystem vorliegt, das virtuelle Bild der 4mm Linse wird durch ein weiteres Linsensystem so geändert, dass das Bild ca. 12,5 mm weiter nach hinten projiziert wird. Ein System was m.E. nicht genormt ist und Anlass zu sehr unterschiedliche Bildprojektionen (und Öffnungswinkel) gibt.
Da ich sowohl eine 2,8 mm als auch eine 4 mm und 8 mm Linse vorrätig hatte, habe ich mal folgenden Versuch durchgeführt:
Die Linse auf eine Fensterscheibe fixiert, das Zimmer ziemlich dunkel gehalten und hinter der Linse dann das durch die Linse projiziertes Bild auf Pergament-Papier scharf gestellt. Hiermit konnte ich der Diameter des projizierten Bild festhalten.
Hier sind die (ungefähren) Werte:
Focus    — Bilddiameter
2,8 mm — 9,2 mm
4 mm —  7,1 mm
8 mm — 6,0 mm
Anschließend habe ich dann von einer Kamera (EasyN F1) die Maße der Bildsensor rausgeholt.

gastbeitrag wansview bild 1
gastbeitrag wansview bild 2

Laut Beschreibung der Kamera ist dies hier eine 3“ Bildsensor. Jetzt nicht sofort aufschreien und sagen, ja aber wir haben 1280×720 Pixel. Ist egal, vergleicht man beide Sensoren (der EasyN und der Wansview) so sehen beide identisch aus. Klar erkennbar ist das Pixel-Feld was deutlich kleiner ist als der sichtbare Sensor. Ob jetzt 1280×720 oder mehr Pixel da sind oder nur 640×480 ist egal für unsere Betrachtungsweise.
In folgende Skizze habe ich jetzt mal die projizierte kreisrunde Bilder gezeichnet und mit der vorhandene Sensor verglichen:

Gastbeitrag Wansview bild3

Die grüne Fläche stellt das Pixelfeld dar. Je kleiner dieses Feld im Vergleich zur projiziertes Bild, je kleiner der Öffnungswinkel. In manche Fälle wird das Pixelfeld nur ein Bruchteil des projizierten Bild aufnehmen, deshalb auch der schlechte Öffnungswinkel von etliche Linsen. Desweiteren muss das Bild „scharf“ gestellt werden. Jede Änderung vom Abstand Linse zum Sensor ergibt eine Änderung (Diameter < oder >) auf das projiziertes Bild. Und diese Abstände (Linse zum Sensor)  sind für jede Kamera unterschiedlich, sonst wäre es nicht möglich, dass eine 4 mm Linse bei Wansview MW 532 ein anderer Öffnungswinkel hat als bei einer Wansview MW 536.
Ich glaube schon, dass die Hersteller der Kameras sich über diese Problematik bewusst sind, aber die werden vermutlich nur die Linsen einbauen die vorrätig sind. Wir hingegen können nur nach eine „try und error“ Methode versuchen welche die beste Linse ist.

Ich hoffe, dieser Blog-Beitrag hat Euch gefallen und freue mich über Eure Kommentare.

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