Revolt-Funk-Energiekosten-Messgerät – Ein Erfahrungsbericht

11.10.2018 Revolt Steckdose abzugeben 5 Euro + 4 Euro Versand, bitte per eMail anschreiben!

Funk-Energiekostenmessgeraet

Update 23.06.2014 Erweiterung des Beitrages, danke an Blog-Leser Martin!

Update 05.09.2013  Erweiterung des Blogbeitrages: Energiekostenmeßgerät Revolt 5462 an Fhem angeschlossen
Update 06.08.2013 Blog-Beitrag erweitert, Funksteckdose aufgeschraubt mit Bildern.
Jetzt wird Strom gespart: Ich hatte in einem früheren Blog-Beitrag schon über meine Energiespar-Ampel (-> Erfahrungsbericht) geschrieben. Mit der Energiespar-Ampel kann man ungefähr ermitteln, welchen Gesamtstromverbrauch man hat, man erfährt jedoch nicht, wieviel ein einzelner Verbraucher an Strom zieht. Deshalb habe ich mir das Funk-Energiekosten-Messgerät gekauft. Das Set besteht aus die Ablese-Anzeige und einer Funksteckdose. Die Funksteckdose wird zwischen Steckdose und dem Verbraucher gesteckt. Sie hat keine Anzeige, nur eine Taste zum erstmaligen Verbinden mit der Ablese-Einheit. Ich habe mir sofort noch eine zweite Funksteckdose gekauft, damit ich nicht immer hin- und herstecken muss, wenn ich mal bei einem anderen Verbraucher den Strom messen möchte.
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Das Prinzip der Funksteckdose ist klar: Ihr könnt diese auch für Langzeitmessungen nutzen. Beispiel wäre hier der Kühlschrank: Einmal installiert und schon kann man auf der Ablese-Einheit die Spannung, Strom, Watt, Wirkleistung und die Verbrauchs-Kosten je Funksteckdose sehen. Ein ewiges Zurückrücken des Kühlschranks bleibt Euch erspart.
Display EnergiesparanzeigeDas Display: Die Anzeige ist meiner Meinung nach sehr genau. Sie ist auch für Messungen im Standby-Betrieb geeignet. Bis zu 4 Funksteckdosen können an dem Energiekosten-Messgerät angeschlossen werden. Eine separate Anzeige zeigt den Gesamtverbrauch in KWh und in Euro an. Vorher muss natürlich zuerst der Strompreis / KWh eingetragen werden. Hierzu können bis zu 4 Tarife programmiert werden. Sogar eine periodische Messung ist möglich. Als kleine Zugabe wird rechts unten noch die aktuelle Zimmertemperatur und die relative Luftfeuchte in Prozent angezeigt. Betrieben wird die Anzeige mit 3 AAA-Batterien, welche dem Set beim Kauf dabei waren. Man erhält hier also ein komplettes Rundrum-Glücklich Paket und kann gleich loslegen. Mir gefällt auch das weiße Gehäuse mit den Gummi-Tasten. Nach einem Tastendruck auf die Menü-Taste wird das Display aktiviert energiesparmessgerät rückseitefür ungefähr 60s sichtbar. Danach schaltet es sich wieder aus, um Batterien zu sparen. In der Zwischenzeit wird mehrmals mit den Funksteckdosen Kontakt aufgenommen und die Anzeige aktualisiert. Hinten ist eine Aussparung für die Wandmontage vorhanden jedoch mit einem Klick fährt dort ein stück Plastik heraus. Damit lässt es sich auf dem Tisch stellen. Weil ich 2 Funksteckdosen im Betrieb habe, ist bei mir die erste für die Langzeitüberwachung gedacht, die zweite so als „fliegender Wechsel“. Wenn ich mal eben hier und da den Stromverbrauch messen möchte, nehme ich dann die zweite Steckdose.
Reset einer Funksteckdose: Hier tritt dann schon die erste Frage auf: Wie setzt man eine einzelne Funksteckdose zurück? Vorgehensweise: Zeitgleich die Tasten SET und MENU 5 Sekunden gedrückt halten. Dann die +-Taste drücken, um die Daten zu löschen. Dann mit der SET-Taste zur Funksteckdose navigieren, deren Daten man löschen möchte. Dann wiederum die +-Taste drücken. Ein kompletter Reset funktioniert einfacher: Mit einem spitzen Gegenstand (z. B. Büroklammer) rechts neben der Aufschrift Reset hineinpieksen und 5 Sekunden gedrückt halten.

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funksteckdose 1funksteckdose 2Auseinandergeschraubt: Wollen wir doch mal den Funksender aufschrauben. Das nicht jeder den Sender aufschrauben sollte zeigt sich schon an den Spezialschrauben, welche ich mit meinem Proxxon Super-Sicherheits- und Spezialbitsatz, 1/4″, 75-tlg. einfach lösen konnte. Ich habe lediglich neben einige Quarze, Dioden, Transistoren und einen Microcontroller der Firma SONiX erkannt (-> siehe Datenblatt). Bei einem weiteren IC kann man keinen Typ erkennen. Gut sichtbar ist die Antenne, gesendet wird zwischen 433.05 MHz bis 434.79 MHz.

Klicken, um zu vergrößern

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Bequem Messwerte ablesen, grafisch darstellen und Aktionen auslösen mit Fhem. Da ich mittlerweile ein Fan von Fhem geworden bin, versuche ich alles Elektronische in dieses System aufzunehmen um es zu steuern. Über die Philips Hue, Billig Baumarkt-Steckdosen, die Energiemeß-/und Schaltsteckdose PCA 301 von ELV kann man unheimlich viel in dieses System integrieren – und es läuft! Die Zentrale besteht aus einem einfachen Raspberry Pi (- Erfahrungsbericht). Über einen Transceiver CUL 868 und JeeLink 868 kann man drahtlos dann Steckdosen steuern, Signale senden und empfangen. Experten haben auch für die Revolt 5462 Steckdose eine Möglichkeit gefunden, die Signale zu dekodieren und in Fhem einlaufen zu lassen. Hier kann man dann mit ein paar Klicks in der Software Langzeitauswertungen fahren oder den Stromverbrauch grafisch darstellen. Hierzu ist noch nicht einmal das Display  (siehe Foto oben) notwendig. Es genügt, wenn man die Steckdose – hier bei amazon.de revolt Zusatz-Funksteckdose für Funk-Energiekosten-Messgerät (NC-5461) für kleines Geld kauft und durch Fhem die Energiemeß-Steckdose erkennen lässt. Wichtig: Da die Steckdose mit einer Übertragungsfrequenz von 433 MHz arbeitet, ist hier ein 433 Mhz CUL notwendig, oder man schaltet seinen CUL 868 mit

set CUL_0 freq 433.92
set CUL_0 bbwidth 406
set CUL_0 raw W1257
set CUL_0 raw W13C4

um mit einigen weiteren Befehlen um. Wenn man vorrangig im 868 MHz Geräte hat, sollte man einen zweiten CUL anschließen. Ebenfalls benötigt man spezielle Firmware für den CUL, die man im Fhem-Forum findet. Die Transceiver gibt es bei bei amazon.de (CUL V3 USB Stick CC1101 USB Lite 868MHz incl. Drahtantenne
) . Achtung: Bei der aktuellen (23.06.2014) CUL-Version 1.58 ist standardmäßig die Revolt-Steckdose abgeschaltet. Man nimmt also am Besten die ältere Version, wenn man nicht die Firmware nicht neu kompilieren möchte.
Update 13.05.2018: Mit dem SignalDuino könnt ihr auch Revolt-Geräte empfangen, siehe meinen Blog-Beitrag.

Mein erstes Erfolgserlebnis zum Stromverbrauch stellte sich schon nach einigen Minuten ein. Ich hatte mit der Funksteckdose die Leistung meines Samsung-TVs gemessen. Diese betrug 165 Watt. Nach vernünftiger Bildeinstellung nach meinem Blog-Beitrag von vor einigen Jahren habe ich den Verbrauch wieder auf knapp 95 Watt (gemittelt) gedrosselt. Also mal eben 70 Watt gespart.
Interessant ist auch die Alarmfunktion: Hier kann man einen vordefinierten KWh-Wert einstellen. Wird dieser überschritten, geht ein Alarm los.

Technische Daten von der amazon.de Produkthomepage:

  • Funk-Energiekosten-Messer für alle Schuko-Steckdosen in Deutschland, Österreich und anderen Ländern
  • Mobiles Empfangsteil mit übersichtlichem 8,2-cm-/3,3″-LCD-Display
  • System erweiterbar auf bis zu 4 Funk-Energiekosten-Messer (weitere Messgeräte erhältlich unter Bestell-Nr. NC-5462)
  • Misst und errechnet präzise folgende Energie-Werte: Netzspannung 200 – 255 V (+/-5%), Stromaufnahme 0,001 – 16 Ampere (+/-5%), Wirkleistung 0,1 – 3680 Watt (+/-2%), Kostenvorhersage 0,00-9.999,99 Euro, Energieverbrauch/ Verbrauchsprognose 0,01 kWh – 9999,99 kWh, Gesamt-Energieverbrauch 0,01 – 99999,99 kWh, Gesamt-Energiekosten 0,01-99999,99
  • Anzeige von Kosten- und Verbrauch
  • Reichweite: bis zu 30 m im Freien
  • Funkfrequenz: 433,92 MHz
  • Belastbar bis 3.680 Watt (16 Ampere)

Mein Fazit:
+ einfache Inbetriebnahme
+ sehr bequeme Ablesemöglichkeit durch Funkübertragung der Messwerte
+ genaue Messungen möglich

– Handbuch könnte etwas ausführlicher sein
– Beleuchtung des Displays wäre sinnvoll. Mal sehen, vielleicht setze ich mich mal dran und baue eine LED dort ein.

Bei Amazon ansehen: Revolt-Energiekosten-Meßgerät

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