Angetestet: Pebblebee Honey – Schlüsselfinder mit Bluetooth 4.0 und Fhem

Update 17.01.2015 Die Pebblebees kann ich NICHT empfehlen. Nach einem gründlichen Alltagstest konnte ich feststellen: Die Batterien sind nach ungefähr einem Monat leer. Die Reichweite von den Pebblebees liegt nur bei max. 20 m. Die Software ist unausgereift, bei meinem iPhone 6 musste sie häufig neu gestartet werden, weil der Empfang der Honeys weg war

IMG_1837Schlüsselfinder – Damals waren sie Streichholzschachtel groß  und klapperten am Schlüsselbund. Ständig war die Batterie leer. Und ab und zu reagierten sie auf Klatschgeräusche mit einem quittierendem „pieeep pieeep“. Das war einmal. Im Zeitalter von Smartphones gibt es jetzt eine neue Generation von Schlüsselfindern, sogar mit „Community-Funktion“. Ich habe für Euch mal aus dem Ami-Land 3 Pebblebee Schlüsselfinder kommen lassen. Und hier ist mein Erfahrungsbericht.

Die Fakten: Durchmesser 3,9 cm, weißes Plastik, Wasserdicht, Bluetooth 4.0 LE, Lautsprecher, weiße LED und ewig lange Batterielaufzeit – das ist der Spickzettel für den Pebblebee-Honey, welcher aus einer Kickstarter-Aktion hervorging. Ich finde Kickstarter klasse, wo gibt es sonst noch kreative Menschen und interessante Produkte?

Angedockt: Jedes Pebblebee kommt in einem weißen, optisch ansprechenden Karton daher, funktionsfertig ausgeliefert. Bei mir waren zusätzlich noch Batterien vom Typ Sony CR2430 dabei. Jetzt noch die App für das iPhone oder Android herunterladen und per Tastendruck den Pebblebee-Tag mit dem Smartphone verbinden. Ein langer Druck auf die Taste des Pebblebees mit der gestarteten App quittiert die Verbundenheit mit dem Smartphone.

Funktionen: Es erscheint dann in einer Liste mit ggf. anderen Pebblebees. Mit dem Klick auf dem Pebblebee und anschließendem Claim (also fangen) verbindet man endgültig das Pebblebee mit seinem Smartphone. Dann geht auch schon die wilde Fahrt los. In den Smartphone-Einstellungen kann man dann den Schlüssel – oder was immer am Pebblebee dranhängt finden lassen, optisch und akustisch. Es geht aber auch anders herum. Beim Klick auf die Taste beim Pebblebee kann man so das Smartphone suchen. Aus dem Lautsprecher des Smartphones heult dann schrecklich laut eine Sirene.

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Fhem: Interessant wird die ganze Geschichte, wenn man Hausautomation mit Fhem macht. Denn diese Schlüsselfinder kann man als Anwesenheits-Module mißbrauchen.

Dafür benötigt ihr folgende Zutaten:

Ich möchte Euch den mittlerweile 12 – Seiten langen Thread im Forum ersparen, deshalb nur die Meilensteine der Installation und Tipps.

Mit dem PRESENCE-Modul kann erkannt werden ob ein Device (also hier das Pebblebee) in der Nähe ist. Fhem quittiert dieses mit einem Absent oder Present. Das PRESENCE-Modul ist umfangreich, man könnte auch ein Smartphone mit WLAN, „Meine Freunde-App“ an das Modul anschließen. Machen wir aber mit Pebblebee weiter, um nicht alles zu verkomplizieren.

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Installation:
Hier muss zunächst der Bluetooth-Dongle installiert werden.
Das geschieht auf der Raspbian-Konsole mit : apt-get install bluetooth

Nach ungefähr 10 Minuten und einigen Reboots und einer hoffentlich blauen LED am BT-Dongle kann man mit hcitool lescan die Mac-Adresse des Pebblebee finden.

Das sieht dann so aus:

root@raspberrypi:~# hcitool lescan
0E:0A:14:09:62:5D PebbleBee
0E:0A:14:09:63:F0 PebbleBee
0E:0A:14:09:64:A7 PebbleBee

Am besten jetzt die MAC-Adresse aufschreiben, die man später als PRESENCE-Chip benutzen möchte.

Wichtig: hcitool muss unter fhem als root ausgeführt werden, alles weitere wie immer im Fhem-Forum.

Am besten danach einen Reboot durchführen.

Wichtig: Es darf nicht die Smartphone-App ausgeführt werden, wenn ihr mit PRESENCE arbeitet. Sonst steht in Fhem immer der Status abwesend. Möglicherweise kann sich Pebblebee sich immer nur an einem Device binden.

Jetzt ins Forum wechseln und folgendes Skript erstellen, also ungefähr ab hier anfangen zu lesen.

Wenn alles korrekt installiert ist, kann man in den Eigenschaften von PRESENCE die Status sehen und mit Fhem reagieren.

fhem screen

Fazit: Die Pebblebees funktionieren prächtig. Als Schlüsselfinder oder auch für Fhem gut zu gebrauchen. Positiv finde ich auch die lange Batterielaufzeit. Der Preis von ungefähr 30 Euro pro Pebblebee Honey finde ich angemessen. Die Module sind in Deutschland derzeitig noch nicht zu bekommen. Man kann nur direkt bestellen, oder vielleicht meinen Blog öfter lesen. Vielleicht gebe ich wieder einen ab.

Wer nicht in Amerika bestellen will, habe ich als Alternative zum Pebblebee diesen gefunden, aber NICHT getestet: Kensington K39565EU Proximo Drahtlose Sicherheit System für Apple iPhone 4S/5 oder das Gigaset G-Tag (Kauf und Rezension bei Amazon.de: Gigaset G-tag Bluetooth Schlüsselfinder/Ortungsgerät (Bluetooth 4.0) schwarz), welches im Februar auf dem Markt kommt. Sofern ich ein G-Tag bekomme, werde ich es für Euch testen.

 

 

 

 

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5 Kommentare zu Angetestet: Pebblebee Honey – Schlüsselfinder mit Bluetooth 4.0 und Fhem

  1. Bodo sagt:

    Frage Wie kann ich den G-tag neu starten.
    Er zeigt mir nur an wo ich mich mit meinem
    Handy befinde. Das G-tag liegt 19 km von mir weg . Das zeigt er nicht an. Wenn ich
    es dann in der Nähe 2m habe zeigt er es an.
    Was muss ich tun.
    Gruß Bodo

  2. Robin sagt:

    Hallo Daniel,

    gute Frage, bin noch nicht dazu gekommen. Ich habe jetzt auf Raspberry Pi 3 upgedatet (-> Blogbeitrag hier: https://blog.moneybag.de/fhem-raspberry-pi-version-3-erschienen/), ein Schnelltest mit Debian Jazzy und ein paar nachinstallierten Treibern haben die G-Tags schon mal gefunden. Jetzt würde also „nur“ noch die Fhem-Konfiguration fehlen. Sexy finde ich aber, wenn Fhem sich mit meiner Apple-Watch paired. Die Uhr trage ich ständig.

    LG
    /robin

  3. Daniel sagt:

    Hallo Robin,

    wie sieht es mit Erfahrungen mit dem G-Tag aus?
    Beste Grüße,
    Daniel

  4. Carlo Matic sagt:

    Hey Robin, ist das Script ein Jahr später immer noch der Weisheit letzter Schluß? Ich habe mir TrackR besorgt und würde es gern in FHEM probieren. Vielleicht halten die CR2016 Batterien davon ja länger. Der referenzierte ForumThread ist inzwischen 32 Seiten lang ;).

  5. Pingback: Erfahrungsbericht: Gigaset G-tag – Schlüsselfinder | Robins Blog - Technik und Multimedia

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