Netbook Acer Aspire One D270 – Ein Erfahrungsbericht

Auf der Hackattack in Köln benutzte ich in einem 3tägigem Seminar (Sicherheit, Security) das Netbook Acer Aspire One D270. (-> Preise:  Acer Aspire One D 270 bei ebay)
Nun wollte ich Euch kurz über meine Erfahrungen zu diesem Netbook mitteilen. Zuerst wirft sich die Frage auf: Ist ein Netbook überhaupt noch zeitgemäß? Im Zeitalter von Tablets und immer größer werdenden Handy-Displays ist der Formfaktor Netbook mittlerweile weit abgeschlagen. Ich sage immer, es kommt immer darauf an, was man damit machen will. Für den mobilen Einsatz finde ich ein Notebook mit eingebauter Tastatur immer noch praktischer als ein Tablet, selbst wenn man am Tablet eine Blu-Tooth-Tastatur anschließen kann. Nur für Insider: Das Acer Aspire One D270 hat hier für Freunde des WLANs noch den Vorteil, das hier eine Atheros WLAN-Karte werkelt. Die Karte harmoniert im Monitor-Mode perfekt mit aircrack-ng (insider off).
Der eingebaute Atom-Prozessor mit der Versionsnummer N2600 zieht meiner Meinung nach keinen Hering vom Teller. Ich habe jetzt keine Benchmarks gestartet, sondern ihn mit meinem alten fast 3-Jahre alten MSI-Wind MSI 100 verglichen. Für eMails-Abholen und Office-Anwendungen (getestet mit Outlook 2010 / Office 2010) reicht das Gerät auf jeden Fall.


Tastatur: Die Tastatur ist eine Chiclet Tastatur, jede Taste mit abgerundeten Ecken – flach und „gefühllos“ – wie ein Flunder. Wie auch schon in meinem anderen Tests (hier, hier und hier) schon kritisiert, ist sie nicht mein Fall. Für 10-Finger-Tipper wie mich fühlt man sich dort nicht heimisch. Aber möglicherweise auch Gewöhnungssache. Zumindest sitzen die Tasten fest auf dem Tableau.

Monitor: Der Aspire One besitzt ein mattes Display, welches Ok ist. Mit seiner 1024 x 600er Auflösung darf man keine Freudensprünge erwarten. Gegenüber dem MSI-Wind-Display habe ich keine Verbesserungen festgestellt.

Umbau: Ich versuche immer bei nächster Gelegenheit ein Gerät auseinanderzuschrauben, damit man auch mal das Innenleben kennenlernt. In meinem Fall wollte ich sofort aus dem MSI-Wind 100 die alte OCX-Festplatte eingebauen sowie die 1GB DDR-3-Riegel entfernen und ihn durch einen 4GB DDR-3-Riegel austauschen. Freunde der Nacht: Das ist nicht gerade einfach! Während man beim MSI-Wind mit 8 Schrauben die Rückseite sofort lösen konnte, war das Öffnen des Aspire One D270 ein großer Krampf. Hier mußte man über die Tastatur Klemmverschlüsse lösen und darunter befanden sich Schrauben, die den Zugang zur Servicebox auf der Unterseite freigaben. Von dort aus konnte man einfach die WLAN-Karte, RAM-Riegel sowie die Festplatte austauschen. Ich habe sofort die OCX-Festplatte Vertex 2 hineingebaut, welche physikalisch in den Abmessung genau passte und auch vom BIOS richtig erkannt wurde. Wenn man täglich das Netbook in der Tasche hat und man mit dem Gerät nicht zimperlich umgeht, sollte man zu einer SSD-Platte greifen.

Akku: 8 Stunden Laufzeit – soweit die Werbung. Bei mir hält der Akku maximal 4 Stunden durch.

Fazit: Das Gerät versetzt mich im Zeitalter von iPad 4 und Nexus 7 nicht in Freudensprünge. Ich bemängele hier die geringe Akkulaufzeit, das meiner Meinung nach fehlerhafte Netzteil, sowie die Cliquet-Tastatur. Wer jedoch einen kleinen preiswerten PC für Office-Anwendungen, Skypen benötigt, ist mit dem Acer Aspire One D270 gut bedient.

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Erst die Tastaturklemmen vom Gehäuse abklemmen, dann die M8-Schrauben lösen, um an die Service-Box zu kommen.

Die Rückseite vom Netbook Acer D270 (vor dem Umbau)

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3 Antworten zu Netbook Acer Aspire One D270 – Ein Erfahrungsbericht

  1. Robin sagt:

    Hallo Ingo,
    gibts bei amazon.de -> Akku Espire One D 270 – Zweitakku. Akku reicht bei mir ungefähr 3 Stunden, kommt aber darauf an, was man damit macht.
    LG
    /robin

  2. Ingo sagt:

    Hi, sieht gut aus. Wie lange reicht der Akku ungefähr? Und was kostet ein Zweitakku?

    Grüße
    Ingo

  3. Sven sagt:

    Hoppla,

    tatsächlich ein Netbook-Beitrag findet man ja heutzutage eher selten. Der Netbook-Hype ist wohl durch den Tablet-Hype ersetzt worden.

    M.M. nach 2 gänzlich verschiedene Anwendungsgebiete die beide haben. Tablets sind ja echt Spitze um auf der Couch zu sitzen und surfen/Mails checken/ Spielen. Bzw. auch unterwegs im Cafe/Zug/ wo auch immer. Spätestens wenn man über rudimentäre Bearbeitung von Office-Dokumenten heraus will wird es kritisch. Hier ist doch ein kompaktes Netbook die deutlich einfacherer Alternative. Insbesondere beim Programmieren. Auch ein Netbook ist alles andere als ideal zum programmieren: schwache CPU (macht sich z.B. bei der Programmierung von Android Apps deutlcih bemerkbar), kleines Display, geringe Auflösung. Wer das Geld hat fährt mit einem Ultrabook (Macbook Air, Dell, Lenovo) deutlich besser, hier gib es ja Geräte, welche kaum größer ausfallen (11 oder 12 Zoll anstelle von 10 beim Netbook), aber höhere Auflösung bieten und ordentlich Dampf haben. Bleibt nur der Preis und da muss ich sagen, ca. 200 Euro für ein Netbook vs 700+ Euro für Macbook Air.

    Trotzdem schön zu sehen, das noch mehr Netbooks den Fall nach dem Hype überlebt haben.

    Viele Grüße
    Sven

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