Angetestet: GS160 Android Smartphone von Gigaset

Update 01.07.2017 Versprechen gehalten! Mittlerweile hat das Gigaset GS 160 schon seit Februar 2017 insgesamt 3 Maintenance-Update erhalten! Zwar ist nicht auf das neue Android-Betriebssystem Nougat upgegradet worden, das hat der Hersteller aber auch schon vorab angekündigt.

Da liegt es nun, das GS 160 von Gigaset. Optisch ungefähr die gleiche Größe wie mein iPhone 6, aber preislich im unteren Segment angesiedelt. Kann es einem 700 Euro iPhone nur annähernd das Wasser reichen, oder sprechen wir von Apple und Birnen?

Hier schon mal die Fakten vom Gigaset GS 160:

5-Zoll-IPS-Display (1280 x 720 px),
2D-Glas, Fingerabdruck-Sensor mit 5 Funktionen: entsperren, Kurzwahl, Apps starten, Fotos machen und Smart Draw
13 Megapixel-Kamera und 5 Megapixel-Frontkamera, mit Panorama- und Beauty-Modus, Gestensteuerung für Selfies ersetzt das Tippen auf den Auslöser
Das GS 160 Smart Phone läuft auf Betriebssystem Android 6.0 Marshmallow, verfügt über 2 SIM-Kartenplätze und 1 Steckplatz für Micro SD Karte für 128 GB Zusatzspeicher
Das Mobiltelefon unterstützt den 4G-LTE-Standard, verfügt über einen 1,3 GHz Quad-Core- Prozessor, 1 GB RAM, 16 GB ROM, einen austauschbaren Akku mit Energie für 34 Std Musik, 31 Std Dauergespräch, 6,5 Std Video
Lieferumfang: Gigaset GS160 Phone 5“ Display, Dual Sim, Steckplatz für Micro SD-Speicherkarte bis 128 GB Zusatzspeicher, Fingerprint, Ladegerät, USB-Kabel, SIM-Karten-Adapter, 2500 mAh Li-Ionen-Akku, Bedienungsanleitung incl. Garantiekarte, Gewicht 139g, Farbe schwarz / black

Ich habe das Smartphone eine Woche mal im Live-Betrieb verwendet und hier lest ihr, was aufgefallen ist:

Optik und Verarbeitung: Gefällt mir sehr gut. Es hat ungefähr die gleichen Maße wie mein iPhone 6, es paßt auch in den Handyhalter von Brodit (amazon – Brodit-Halter)hinein. Das dezente Aluminium-Imitat (jau, es ist Plastik) und die schmalen Maße fallen positiv auf.

Fingerabdruck-Sensor: Hat bei mir einwandfrei funktioniert. Dieser befindet sich auf der Rückseite des Gerätes. Die Anordnung ist meiner Meinung gut gewählt, meistens lastet der Zeigefinger (linker oder rechter) auf dem Gerät. Kurz draufhalten (intuitiv) und schon öffnet sich der Desktop.

HD-Display: in dieser Preisklasse mittlerweile üblich. Ich moppel da jetzt nicht rum, wie in anderen Blogs oder Produktrezensionen. Die Auflösung, welche zwar nicht Full-HD ist, genügt den Ansprüchen eines 5 Zoll-Displays. Ob es kratzfester ist wie bei anderen Herstellern in dieser Preiskategorie, kann ich nicht bestätigen. Ich würde auf jedem Fall zu einer Displayfolie raten. Aufgefallen ist mir ein sehr reflektierendes Glas.

Telefonie: 4G (LTE). LTE wird ja mittlerweile immer mehr ausgebaut, sogar hier in Düsseldorf hat man damit Empfang beim Aldi-talken. Die Übertragungsqualität ist ok, Manko sind die qualitativ schlechten Lautsprecher, welche sich beim Lauthören bemerkbar machen. Hier wird Gigaset seinen guten Ruf, wie man es bei den DECT-Telefonen kennt, nicht gerecht. Das GS 160 hat die Lautsprecher zum Boden hin eingebaut. Ansonsten klappt LTE und auch 3G einwandfrei. Internetseiten werden schnell aufgebaut.

Telefonie: Das GS 160 hat einen Dual – SIM – Funktionalität eingebaut, für mich ideal, wenn ich beispielsweise das Gerät in dem Urlaub mitnehme und dort eine lokale SIM-Karte einbaue.

Akku: Ganz gegen den Trend gibt es beim GS 160 die Möglichkeit, den Akku zu wechseln und im Shop vom Gigaset nachzukaufen (Link zum Gigaset-Shop). Der Akku hält ungefähr einen Tag bei normaler Beanspruchung durch. Und wenn alle Stricke reißen, wofür gibt es Powerbanks? Deshalb versteht ich die Problematik bei anderen Testern nicht ganz. Der Akku hielt bei mir immer ungefähr einen Tag  durch bei normaler Beanspruchung.

Kamera: 16 MegaPixel, überhaupt nicht zu vergleichen mit dem iPhone, aber wie schon eingangs erwähnt, sprechen wir hier von dem unteren Preissegment. Für normale Schnappschüsse und bei der Front-Camera für Whatsapp & Co reicht das. Ich als nicht Androider fand die Möglichkeit ganz gut, das Bilder optional sofort in die Google-fotos Cloud wandern können.

RAM (Speicher) und Erweiterbarkeit: Mit einem 1 GB RAM ist das Gerät nicht mehr zeitgemäß, neuere Modelle haben das doppelte. Man merkt die fehlende Performance beim Surfen und wenn man von einer App zur nächsten wandert. Erweitern kann man den  den Speicher für Apps, Musik und co. auf maximal 128 GB mit einer SD-Karte (-> amazon: 16 GB Karten). Diese sind preisgünstig und reichen für den Alltagsbetrieb vollkommen aus.

Betriebssystem Android: Hier hat Gigaset zwar nicht das neueste Android-System installiert, jedoch auch nicht das älteste. Android 6.0 läuft zumindest auf dem Gerät performant. Als Schmankel gibt es noch Informationen von Gigaset und Telekom auf dem Gerät. Ihr könnt davon ausgehen, das das GS160 nicht auf 7.0 und höher upgegraded wird. Schade eigentlich. Falls es dennoch gemacht wird, werde ich diesen Beitrag wieder nach oben holen und drüber berichten.

Deutscher Support: Das Smartphone wird natürlich wie alle Smartphones in China hergestellt. Während man bei den anderen China-Plastik-Bombern keinen Support erwarten kann, hat man hier eine deutsche Hersteller-Anschrift mit Support, bei mir um die Ecke in Bocholt. Also bei Problemen zunächst erst mal da anrufen, bevor man es in den Müll wirft.

Preis: Die unverbindliche Preis halte ich für überteuert, aber bei Amazon gibt es das Gigaset GS160 schon wesentlich preisgünstiger.

Gigaset versus Chinabomber: Möglicherweise hat der ein oder andere Blogleser ein Auge auf die qualtitativ gleichen, jedoch preiswerteren Smartphones geworfen. Hier gibt es zu beachten, das die China-Handies meistens ohne den Google-Playstore ausgeliefert werden. Hier muss dann also schon vom User nachgeholfen werden, unter Umständen mit Firmware-Flash, was auch wieder zur Zerstörung und Erlischen der Garantie kommen kann. Beim Gigaset läuft alles Out-of-the-box, alles vernünftig installiert. Ebenfalls gibt es deutschen Support, den man bei den China-Handies vergebens sucht.

Fazit: Designed in Germany, manufactured in China. Ja, so sieht es aus. Das preiswerte Smartphone für Unterwegs oder für klein-Erna. Große Sprünge in Sachen Langlebigkeit kann man mit diesem Plastikbomber hier nicht erwarten. Mit einem Dual-Sim Slot ideal für den Urlaub oder Arbeit/Privat. Mit einer befriedigenden Kamera ausgestattet, aber mit einem guten Fingerprint-Sensor und einem Android 6.0 bin ich nun hin- und hergerissen. Nicht gut, aber auch nicht schlecht.  Bei einem Preis für über 120 Euro fände ich die Qualität gerechtfertigt, der UVP ist wie üblich total überzogen. Meine geneigten Blog-Leser sollten sich bei Bedarf das Smartphone bestellen und bei Nichtgefallen zurückschicken.

Transparenz: Das GS160 wurde mir als Leihgabe zur Verfügung gestellt, welches aber meine persönliche Meinung zu diesem Gerät nicht beeinflußte.

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GS 160 mit weiteren Informationen im Gigaset-Shop

Gigaset GS160 im Brodit iPhone 6 Halter

 

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3 Kommentare zu Angetestet: GS160 Android Smartphone von Gigaset

  1. Pingback: Vorgestellt: GS 170 Android Smartphone von Gigaset | Robins Blog – Technik und Multimedia

  2. Robin sagt:

    Hallo Fanti,

    Du hast Recht, Typo :-). Ich habe den Passus noch mal überarbeitet.
    Vielen Dank für den Hinweis.
    Und wie ich sehe, bist du genau die Zielgruppe mit diesem Smartphone.
    Ob ich in Zukunft noch Modelle testen kann liegt, daran ob die Hersteller mir Geräte zur Ansicht schicken. Du siehst ja an meinen kritischen Bemerkungen, das passiert nicht oft.
    Ich werde den Blog-Beitrag noch erweitern, wenn draussen mal schönes Wetter wird, kommen noch einige Bilder rein, die mit dem Gigaset GS160 gemacht wurden. So schlecht, wie in anderen blogs und vlogs die Camera gemacht wird, ist sie meiner Meinung nicht. Wenn ich Bilder hier reinstelle, kann sich jeder ein Urteil bilden.

    LG
    /robin

  3. Fanti sagt:

    Du hast im Text die Begriffe RAM und ROM durcheinander geworfen, in der Beschriebung ist es noch richtig.

    Ich behandel mein Phone nicht besonders sorgsam, deshalb setze ich eher auf Plastikbomber, die dann öffters mal ersetzt werden müssen.
    Für klein Erna definiv ein Teil was in frage kommen könnte meiner Meinung nach.

    Ansonsten danke für den Test, gerne mehr davon.

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